Der "Sonder" in Stein AR, wo Freie Bauern seit der Völkerwanderung aushielten (von: Sonderrecht. Ausserdem heute gutes Restaurant!)


Moment, das ist wichtig

Der Instinkt für Macht ist weg !


Wie der Vogel Strauss - Schweizer, Europäer wollen "Macht" nicht sehen, schliessen die Augen: und ist sie dann weg? Nein, Macht ist immer da - wer sie nimmt oder gewinnt, hat sie.

Es begann mit den ersten in Aemter gewählten SP-Frauen, sorry to say this, vor gut 40 Jahren: sie schämten sich in Interviews für die erhaltene Macht. Dann kam in fast allen Parteien die Besetzung von Präsidien durch zwei, heute auch in der FDP. Niemand darf mächtig sein. Gleichzeitig verfiel die Kleidungstradition als Zeichen von persönlicher, amtlicher Bedeutung - möglichst unauffällig, gar ärmlich, jedenfalls nicht als Symbol "ich bin wer".  Schliesslich verteufelte die 68er-Jugend die Polizei, die "Bullen", aus Deutschlands Linker übernommen und in weiten Teilen des Bürgertums dann unwidersprochen gegen normalste Rechtsdurchsetzungen auf öffentlichem Grund  gebilligt. Und das Resultat ist dies:

  • geopolitisch hat Europa, hat die Schweizer Armee abgedankt, das ist jetzt bekannt seit Putins Russland Macht unverfroren zeigt.
  • innenpolitisch duldet jedes Land die fast ungebremste Zuwanderung, eine Nation darf ihre Einwohnerschaft qualitativ und quantitativ nur schamhaft selbst bestimmen. Jede Machtanwendung für Ausschaffungen ist böse Macht, die Macht, ungefragt, der Zuwanderer steht höher.
  • Manche wollen den Zuwanderern rasch auch die Macht an der Urne abtreten - Ausländerstimmrecht. Letztere Forderung ähnelt schon der erduldeten Stimmen- und Rechtsübernahme der Zuwanderer durch das wehrlose, eingeschüchterte Rom unter der Völkerwanderung.
  • Die Gerichte in Europa wenden die von keinem Parlament der Vertragsstaaten je beschlossenen, überall verschärften Pflichten aus internationalen Verträgen (Sozialpolitik, Rechte, Zuwanderer, politische Verfahren, Parteienfinanzierung etc.) als höheres Recht an (die EU-Staaten beim EuGH, die Schweiz beim Strassburger Gericht). Das Bundesgericht erlaubte den Famiiiennachzug sogar über jene "Vorschriften" hinaus (BGE 136 II 78 u.a.).
  • Der Bundesrat knickt sofort vor internationalen Vorgaben ein, wie bei den Steuern OECD auf Firmen, wo er sagte, erst bei genügend anderen Unterzeichnerstaaten einzutreten, unterzeichnete aber doch, als die USA fernblieben. Gleiches bei Pariser Klima-Abkommen.
  • Die Nationalbank verkaufte auf Anregung des Währungsfonds ab 1995 merkliche Goldreserven. Sie kaufte ohne Zwang für Hunderte von Milliarden Staatspapiere der fast-bankrotten USA und EU-Staaten, statt Gold oder BIZ-Einlagen. Sie und das EFD billigten im Aug. 2021 die grösste Geldschöpfung (Sonderziehungsrechte) aller Zeiten, im Währungsfonds.
  • Die Schweiz schwenkte sofort auf die Bargeldlimiten der EU ein.
  • Die Politiker auch in der Schweiz verloren jeden Machtinstinkt bezüglich Stimmrechten - sie haben nun ein Umverteilungssystem geschaffen, das einer Mehrheit von Stimmberechtigten Geld verteilt (Landwirtschaft, Ergänzungsleistungen, AHV, IV, Medien, Gesundheitskosten (Kantone) etc.). Das kann niemals mehr eingeschränkt werden, im Gegenteil, "das Volk" hat mit der 13. AHV-Rente gemerkt, dass es diesen Topf selbst plündern kann.
  • Vergessen, und in Demokratietheorien verdrängt ist die Machtfrage, dass in Demokratien eine weniger besitzende Mehrheit die kleinere, wohlhabendere Minderheit per Stimmzettel plündern kann (in der jungen USA und in England, Mutterland der Demokratisierung, durften anfangs 19. Jh. die Sozialhilfe-Bezüger  nicht stimmen - wer darf noch an solches erinnern? Ich tu's)
  • Die Politiker haben den Finanzausgleich zwischen den Kantonen massiv und derart mit seltsamsten Kriterien (durchschnittliche Höhenkurve etc.) auf die grosse Mehrheit der Kantone ausgedehnt, dass er nie Mehrheiten für eine Einschränkung finden wird. Nur sechs Kantone sind Nettozahler, 20 Kantone ziehen Geld!


Kurz: jeder Instinkt für Macht und Eigeninteresse ist weg, individuell, politisch, geopolitisch.

Die Alternative pflegte Regierungsrat Hans Künzi (1924-2004) in Zürich, indem er die Schamhaften herauszufordern wagte: "Das Schönste an der Macht ist die Willkür" !